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Flurneuordnungen Zips und Langenreuth

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05.09.2017 Die Neuverteilung der Grundstücke soll noch in diesem Jahr erfolgen. 800 Grenzsteine werden neu gesetzt.

Bald ist es soweit: Die Neuverteilung der Grundstücke in der Flur von Zips und Langenreuth soll noch in diesem Jahr erfolgen. In den beiden Flurneuordnungen müssen dazu noch rund 800 Granitsteine gesetzt werden, die künftig die Grenzen zwischen den neu geformten Flurstücken markieren, teilt das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken mit.

In den kommenden Monaten werden die Mitarbeiter des Amtes für Ländliche Ent-wicklung unter Mithilfe beteiligter Grundstückseigentümer die Absteckungs- und Vermessungsarbeiten durchführen. Die Mitarbeiter des Amtes vermessen und schlagen Holzpflöcke dort ein, wo der Grenzstein sitzen soll. Die mitarbeitenden Grundeigentümer graben anschließend die ca. 50 cm langen Grenzsteine aus Granit genau dort in den Boden, wo der Pflock sitzt. Eine große Hilfe ist dabei ein Erdbohrer, der an einem Traktor angebracht wird. Die neuen Grenzsteine müssen in Zips auf einer Fläche von 355 ha und in Langenreuth auf einer Fläche von 207 ha gesetzt werden, um die mit Hilfe von Computertechnik ermittelten neuen Grenzen in die Natur zu übertragen. Dann können die Landwirte in Zips und Langenreuth ab diesem Herbst größere und zweckmäßig geformte Grundstücke bewirtschaften. Teilweise wurden Grundstücke auch erstmalig durch abgemarkte öffentliche Wege erschlossen. Diese Grundstücke konnten bisher nur durch Überfahrt von Flächen anderer Grundeigentümer erreicht werden.

Die Flurneuordnungen Zips und Langenreuth wurden 2003 angeordnet. Im Rahmen der Neuverteilung der Grundstücke erhält nun jeder Eigentümer Flächen, die wertmäßig den eingelegten Flächen entsprechen. Neben der Grundstücksgröße ist dabei die Qualität des Bodens das entscheidende Kriterium. Im Jahre 2013 wurde dazu in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Gutachtern die Wertermittlung al-ler landwirtschaftlichen Flächen in beiden Verfahren vorgenommen. Die Grundsätze zur Wertermittlung wurden hierbei in den Verfahren gemeinsam festgelegt. Die Teilnehmer wurden 2016 zu ihren Wünschen hinsichtlich ihrer neuen Grundstücke befragt und diese soweit wie möglich berücksichtigt.
In Zips und Langenreuth wurde zur verbesserten Erschließung der land- und forst-wirtschaftlichen Grundstücke bereits im Jahr 2009 das Hauptwegenetz gebaut. Der Ausbau der Wege erfolgte unter Berücksichtigung historischer und ökologischer Aspekte. Allein für den Wegebau belaufen sich die Investitionen in Zips auf rund 700.000 Euro und in Langenreuth auf rund 550.000 Euro. Davon wurden insgesamt rund 1,12 Millionen Euro Zuschüsse über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken bereitgestellt. Nicht durch Zuschüsse gedeckte Kosten sind durch die Teilnehmer der Verfahren aufzubringen. Einen Teil dieser Eigenleistung erbringen die aktiven Grundeigentümer durch praktische Tätigkeiten, wie in den folgenden Wochen bei der Unterstützung des amtlichen Messtrupps.

Auch die Ökologie kommt im Verfahren nicht zu kurz. Für Grünmaßnahmen und Wasserrückhaltungen werden zahlreiche Flächen bereitgestellt. Die Hauptmaßnahme in den beiden Verfahren ist dabei ein beiderseits des Weihergrabens aus-gewiesener Uferschutzstreifen mit jeweils rund 10 Meter Breite.

Kategorien: Rathaus