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Pegnitzer Osterbrunnen

Osterbrunnen

undefinedVorchristliches Osterbrauchtum hat sich besonders auf dem Lande, wo die Menschen der Natur am engsten verbunden sind, bis heute erhalten. War doch Ostern bei den Heiden ein Frühlingsfest, so ist es das höchste Fest im christlichen Kalendarium. Die elementaren Dinge des Lebens, die man sonst als selbstverständlich betrachtet, haben an diesen Tagen eine tiefe Bedeutung. So auch das Schmücken

der „fliegenden Brunnen“. undefinedDieser Brauch geht zurück bis in das 19. Jahrhundert. Aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse des fränkischen Juras mit seinen tiefen Tälern und langgestreckten Höhen, lagen die natürlichen spärlichen Sammelstellen für das Wasser immer am Grund des Tales. Hier sprudelten die Quellen, von hier musste das Wasser sehr mühsam in die Höhe geschafft werden.

So schmückten die Menschen aus Dankbarkeit die Brunnen mit Fichtenbäumchen, an denen bunte Eier und farbige Papierbänder hingen. Diese Fruchtbarkeitszeichen unterstreichen gleichzeitig die Symbolik des Brauches. Im Osterbrunnenbrauch, einem typischen Frühlingsbrauch, sind demnach mehrere Lebenssymbole vereint. Die Bäumchen versinnbildlichen das Leben und Gedeihen, die Fruchtbarkeit und das Wachstum.

undefinedDie Vorbereitungen für das Schmücken der Osterbrunnen beginnen schon immer im Vorjahr, wo man in verschiedenen Gruppen und Vereinen ausgeblasene Eier sehr kunstvoll bemalt. Am Karsamstag beginnt dann nach der Reinigung der Brunnen das „Brunnenschmücken“.

Es ist besonders schön, dass auch in unserer etwas hektischen Zeit, dieser Brauch des „Osterbrunnenschmückens“ erhalten bzw. wieder aufgelebt ist und sich in der gesamten Fränkischen Schweiz ausgebreitet hat. So können zur Osterzeit ca. 200 geschmückte Brunnen besichtigt werden.

Die Osterbrunnen werden in der Regel am Karfreitag oder Karsamstag geschmückt und sind bis zwei Wochen nach Ostern dekoriert.

Weitere Informationen

Der Flyer zu den Osterbrunnen zum Herunterladen