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Hauptstrasse
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Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept

Was ist ISEK?

Pegnitz steht vielen strukturellen Herausforderungen gegenüber. Beispielhaft seien hier die Handlungsfelder Stadt- und Siedlungsstruktur, Verkehr und Mobilität, Wirtschaft, Einzelhandel, Tourismus und Stadtgesellschaft genannt. Die Kommunen bei der Bewältigung von diesen Veränderungen fachlich und finanziell zu unterstützen, ist der Leitgedanke des Städtebauförderungsprogramms. Um an diesem Programm teilnehmen zu können, musste Pegnitz ein sogenanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeiten. Das ISEK bietet eine Orientierung, ein Leitbild, wohin die Stadtentwicklung gehen soll.

Mit dieser kontinuierlichen und gesamtstädtisch angelegten Konzeption wird die Stadt in die Lage versetzt, den sich ständig ändernden strukturellen Herausforderungen offensiv, zielgerichtet und stadtspezifisch zu begegnen.

Der gesamte ISEK-Prozess besteht aus 3 Phasen:

1. Bestandsanalyse/Stärken-Schwächen-Profil (Was macht Pegnitz aus, wo liegen die Stärken, welche Schwächen bestehen in der Stadt?)

Hier finden Sie die Dokumentation der Auftaktveranstaltung am 10.Juli 2014, mit einer ersten Stärken-Schwächen Analyse und Projektideen.

2. Aufstellung von Entwicklungszielen (Wohin soll Pegnitz sich entwickeln?)

In dieser Phase des ISEK-Prozesses gilt es Ziele der Stadtentwicklung zu benennen.

Dazu trafen sich zunächst Expertengruppen zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch, bei dem aus den Stärken und Schwächen der Stadt (Bestandsanalyse) erste Entwicklungsziele abgeleitet wurden:

Pegnitz als Wohn- und Lebensraum attraktiv halten und weiter voran bringen.

Dieses Leitziel wurde im Rahmen eines Workshops mit dem Stadtrat ergänzt und in Teilbereiche untergliedert:

1) Jugend, Kultur und Soziales (Kultur-, Naherholungs- und Freizeitangebote Verbessern, Jugendarbeit erweitern, ehrenamtliches Engagement stärken, Einbindung in Entscheidungsfindungen).

2) Wirtschaftskraft und Arbeitsmarkt (Arbeitsplätze sichern und schaffen, Pegnitz als Industriestandort stärken, Energiewende vorantreiben,

3) Attraktive Ortsteile, (Dorferneuerungsmaßnahmen, bessere Vernetzung mit der Stadt, bessere Nahversorgung, Verbesserung/Ausbau der Infrastruktur).

4) Attraktive Innenstadt (Tourismus steigern, Innenstadt stärken, Leerstände vermeiden oder neu vermarkten,).

3. Umsetzungsstrategie

Auf Grundlage der zuvor aufgestellten Entwicklungsziele sollen nun konkrete Projekte, die die beabsichtigte Entwicklung von Pegnitz besonders unterstreichen festgelegt und deren Umsetzung beschlossen werden. Dabei werden nicht nur konkrete Projekte benannt, sondern auch ein Ausblick über erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung, ein Umsetzungszeitraum, mögliche Beteiligte sowie ein grober Kostenrahmen gegeben werden.

Hier finden Sie die erarbeiteten Ziele und Strategien aus den acht Themenfeldern Demografie, soziale Infrastruktur, Schule, Gesundheit/ Heimatpflege, Vereine und Verbände, Sport/ Mobilität und Verkehr/ Freizeit, Tourismus und Kultur/ Umwelt, Klimaschutz und Energie/ Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie und Innenstadt/ Gewerbe & Industrie, Bildung und Fachkräfte/ Wohnen & Lebensqualität, Entwicklung der Ortsteile, Zusammenhalt Ortsteile und Kernstadt: 

Dokumentation Zukunftskonferenz 1 und Dokumentation Zukunftskonferenz 2

Hier finden Sie die Dokumentationen der bisher durchgeführten Ortsspaziergänge:

- Lüglas und Bronn

- Weidelwanger Mühle, Heroldsreuth, Stein und Horlach

- Reisach und Hainbronn

- Willenberg und Willenreuth

- Stemmenreuth, Langenreuth, Zipser Mühle und Zips

- Pegnitz - Komponistenviertel

- Pegnitz - Innenstadt

- Bodendorf, Trockau

- Pegnitz - Buchauer Berg, Schloßberg, Heinrich-Bauer-Straße, Winterleite, Lohesiedlung, Milchhof

- Nemschenreuth

- Oberhauenstein, Kosbrunn, Hollenberg, Körbeldorf

- Neudorf

- Großkrausmühle, Kleinkrausmühle, Birklmühle, Troschenreuth

Wie geht es mit dem ISEK weiter?

Das ISEK Pegnitz 2030 soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die nächsten Schritte bestehen in der Fertigstellung des Energienutzungsplans und der Durchführung des städtebaulichen Ideenwettbewerbes. Im Frühjahr und Frühsommer werden die Ortsspaziergänge abgeschlossen, für den Sommer sind die Expertenrunden geplant. Im Herbst wird es noch eine Stadtratsklausur geben, so dass dann bis Jahresende die Ergebnisse vorgestellt werden können.

Kleinere Sofortmaßnahmen werden in einem kontinuierlichen Prozess umgesetzt, so zuletzt eine Sitzbank an einer Bushaltestelle in Neudorf oder die Verlegung der Altglascontainer in Trockau.

Als größere Sofortmaßnahmen gehen jetzt in Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken der Bewegungsparcour und Kleinkinderspielbereich am Wiesweiher, die Einleitung der „Einfachen Dorferneuerung“ in Horlach sowie die Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur Innenstadtmöblierung in die Planung. Für die Ausgestaltung der Innenstadtmöblierung wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden.

Ferner soll die Tourist-Info direkt am Marktplatz untergebracht werden und in das Erdgeschoss des Gebäudes Hauptstraße 39 einziehen. Wenn möglich soll für die Führung der Tourist-Info ein Einzelhändler gewonnen werden. Die vorbereitenden Tätigkeiten technischer Art wurden begonnen, so dass die Tourist-Info bis Mitte des Jahres spätestens am Marktplatz untergebracht sein sollte.

Teil des Radwegkonzeptes, das auch im ISEK-Pegnitz 2030 beinhaltet ist, ist der Radweg von Pegnitz nach Auerbach durch das Pegnitztal. Der Spatenstich für den Abschnitt Hainbronn- Weidlwang war am 12. April 2016. Der Lückenschluss zwischen Pegnitz und Hainbronn ist auf dem ebenen Weg zwischen Realschule und Hainbronn angedacht, so dass es Sinn macht, im Anschluss an die Realschule gewisse Attraktionen für die Jugendlichen, wie z. B. einen Skatepark anzusiedeln. Die Gespräche diesbezüglich sowohl mit dem Amt für ländliche Entwicklung als der Städtebauförderung sind erfolgreich geführt. Die ländliche Entwicklung würde den Fahrradweg fördern, die Städtebauförderung die Attraktionen für die Jugendlichen und so auch den Mehrwert des Zusammenwirkens unter einem Dach sichtbar unter Beweis stellen, wenn dies auch dann manchmal in den Abstimmungsprozessen etwas länger dauert.